In den letzten Jahren hat sich im Tourismusbereich Ungarns einiges getan. Der Plattensee – oder besser der Balaton – steht ganz oben in der Liste der liebsten Ferienreiseziele. Die Fischerbastei ist schon lange kein Fremdwort mehr und auch die vielen Wellnesshotels ziehen die Touristen förmlich an. Gerade in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrisen urlauben immer mehr Menschen in den östlichen Ländern und entdecken so endlich die Schönheit und Vielfalt.
Der Städtetourismus boomt
Budapest, die Hauptstadt Ungarns, ist in etwa gleich groß wie Hamburg und Wien und auch so ähnlich aufgebaut. Es findet sich hier eine Marieninsel statt der Wiener Donauinsel und der Kai, an dem man am Abend gemütlich flanieren kann, ist ein bisschen breiter. Am Abend füllen sich die Restaurants in dieser Gegend. Hungrige Menschen bestellen hier Schnitzel, Gulasch oder Fisch. Als Verdauungsspaziergang bietet sich die Fischerbastei an. Sie ragt über dem Donauufer empor und strahlt in einem blitzblanken Weiß. In dieser Gegend scheint die Millionenstadt ein kleines Dorf zu werden, da viel Natur rundherum das Stadtbild prägt. Ebenso viel Natur bietet das ganze Land, denn die nächstgrößte Stadt ist mit nicht einmal 250.000 Einwohnern Debrecen.
Die Puszta, oder auch landschaftlich Große Tiefebene genannt, zählt zu dem wichtigsten Naturmerkmal Ungarns. Durch die Kultivierung von Boden wurde aus dem ehemaligen Steppenboden jetzt Ackerboden. Ein speziell geschützter Teil der Puszta ist die Gegend um Hortobágy, wo man noch die Steppe riecht. Pferdegstüte und Heurige finden sich in der Puszta, wo auch oftmals am Abend mit der Geige aufgespielt wird. Zum Essen empfiehlt sich Pörkölt, das ist das ungarische Gulasch, oder Fleisch mit Letscho.
Wellness in Ungarn
Die berühmtesten Wellnessorte Ungarns sind Heviz, Györ und Bük. Je nach Jahreszeit und Auslastung gibt es sehr günstige Angebote. Beispielsweise ist Györ ein Touristenmagnet, da sich dieses Städtchen in der Nähe Wiens und Bratislavas befindet und beide Städte haben einen Flughafen, der die Erreichbarkeit enorm erleichtert. In Heviz kann man den Heilwassersee besichtigen und durch das Städtchen flanieren. Wie Schlösser sehen die teils neugebauten Hotels aus. Fährt man ein bisschen weiter, ist man auch schon am Balaton.
Der Balaton als Binnensee
Heutzutage ist der Plattensee als Partyzone bekannt. Viele junge Leute verbringen dort ihren Urlaub. In den vielen kleinen Orten rund um das 200 Kilometer lange Ufer gibt es einiges an Restaurants, Kneipen und Bars. Die Hofburg der Partytiger befindet sich aber in Siófok – viele Diskos und laute Musik am Abend prägen das Ortsbild. Ruhesuchende finden in der Umgebung von Siófok ihr perfektes Urlaubsdomizil. Für Surfer und Segler bietet der Balaton einiges. Angefangen von der Surfschule bis hin zu 20 Yachthäfen ist für SportlerInnen garantiert etwas dabei. SchwimmerInnen kommen bei sommerlichen Temperaturen im See garantiert noch mehr ins Schwitzen, da sich der Plattensee leicht auf gute 27 Grad erwärmt.
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